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Leidenhofen

Kirchen, Gebäude, Friedhöfe

Unsere Kirche in Leidenhofen

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Unsere Kirche stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert. Älter ist wohl der Turm, ein Wehrturm mit Schießscharten versehen, Denn Leidenhofen wurde als Luidenhoue in einer Urkunde Kaiser Heinrich des II im Jahre 1018 erwähnt. Bis zum Jahre 1722 wurde die Kirche nur bei Leichenbegräbnissen benutzt. Mit dem genannten Jahr fing Pfarrer Leschhorn an, 2-mal im Jahr in der Kirche zu predigen und das Abendmahl zu halten. Nach dem Vertrag von 1828 wird das Abendmahl 4-mal in der Kirche zu Leidenhofen gehalten.

Im Jahre 1826 fand eine große Reparatur der Kirche statt. Bei einem sehr schweren Gewitter in der Nacht vom 15. auf 16. Mai 1862 schlug der Blitz 2-mal in die Kirche ein, einmal in das Dach und dann in den Turm. Im Jahre 1867 ließ die Gemeinde die beiden Kirchenglocken durch den Glockengießer Georg Otto zu Gießen umgießen. Am Sonnabend dem 1. Juni 1867 wurden dann die beiden Glocken wieder aufgehängt und abends um 5 Uhr zum ersten Mal geläutet. Am 5. Juni, bei der Beerdigung der Witwe Wenz, wurden sie zum ersten Mal zum gottesdienstlichen Gebrauch angewendet. Im Jahre 1893 wurde die Kirche im Inneren restauriert Die Einweihung fand am 5. November 1893 statt.

Auf dem um die Kirche befindlichen Friedhof wird seit 1830 nicht mehr beerdigt. Der Totenhof außerhalb des Dorfes ist seit 1830 in Gebrauch. Erweitert wurde er im Jahre 1877. Im Jahre 1875 wurde für die Kirche zu Leidenhofen ein Harmonium angeschafft. Die Kosten wurden von der Gemeinde unter Beihilfe des Kirchenkastens von 150 M. aufgebracht.

Während des ersten Weltkrieges wurde aus der Kirche die große Glocke herunter geholt. Wie im ersten Weltkrieg so wurden auch im zweiten Weltkrieg die Kirchenglocken geholt, um sie zu Waffen, Kanonen und Munition umzugießen. Im Winter 1921 wurde der Wunsch nach einer zweiten Glocke laut. Die Glocke wurde in Sinn bestellt und dort hergestellt. Zu Pfingsten 1922 wurde dieselbe eingeweiht. Sie kostete 20 000 RM und wurde aus der Umlage aufgebracht. Am12 August 1926 schlug der Blitz in die Kirche ein ohne zu brennen. Nach dem die Glocken das neue Jahr 1942 eingeläutet hatten, wurde am 8. Juni 1942 die große Glocke durch den Zimmermann Ludwig Schneider aus Hachborn herunter geholt.

Im Jahre 1948 hatten die umliegenden Dörfer neue Glocken bekommen, besonders Hachborn bekam ein wunderbares Geläute. Da regte man sich auch in Leidenhofen wieder. Um neue Glocken aufhängen zu können, musste der Glockenstuhl erst erneuert werden. Da auch das Dach sich in einem schlechten Zustand befand, wurde dieses auch erneuert.

Am 27 April 1950 wurde beschlossen, zwei neue Glocken zu kaufen. Sie wurden in Sinn bestellt und gegossen. Die kleine Glocke, die 1867 gegossen wurde, sollte bleiben und in das Geläute mit einbezogen werden. Im 25 August 1950 wurden die beiden Glocken in den Turm gebracht. Da sich die Kirche in einem sehr schlechten Zustand befand, sollte mit der Einweihung gewartet werden bis die Kirche renoviert worden war. Am 15. Oktober 1950 fand die Weihe mit einem Gottesdienst statt. Die große Glocke mit der Inschrift „Lobet den Herrn“ wurde von den Waldinteressenten gestiftet, die mittlere Glocke mit der Inschrift „Ehre sei Gott in der Höhe“ von der Gemeinde gekauft. Sie bildet fortan mit der kleinen Glocke, welche die Inschrift „Und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“ trägt und seit 1867 im Turm hängt, seit 1950 ein sehr schönes Geläut.

Bei einem schweren Unwetter am 1. August 1958 wurde eine der beiden mächtigen Linden, die vor der Kirche standen, vom Sturm umgerissen. Der Baum zertrümmerte das Dach vom Backhaus. Deshalb musste aus Sicherheitsgründen auch die zweite, vor der Kirche stehende, große Linde gefällt werden.

ln Anbetracht der teilweise baufälligen und unzulänglichen Beheizung unserer alt- ehrwürdigen Kirche ging man im Jahre 1965 daran, das Kirchenschiff samt Altarraum abzureißen. Dieser wurde anschließend neu gestaltet. So wurde der alte, sandsteinerne Altar durch einen Neuen, aus Vierkantrohren mit massiver Holzplatte ersetzt, wie auch die alte Kanzel einem Stehpult weichen musste. Selbst das eigentlich unbeschädigte Fenster, welches in feinstem Mosaikstil das Lamm Gottes darstellte wurde durch ein neueres, moderneres ersetzt. Zusammen mit der Freskomalerei an der Turmwand im Inneren zum Chorgewölbe fügt sich der Neubau nun in etwas größerer Abmessung, ausgestattet mit einer Elektroheizung, in architektonischer, harmonischer Form an den alten Kirchturm an. Um dies abzurunden wurde das alte Harmonium, welches seit 1875, also schon seit 90 Jahren, die Kirchenlieder begleitete, durch ein Neueres und auf das neue Kirchenschiff abgestimmtes ersetzt, sodass Leidenhofen seitdem eine ganz neue Kirche hat.

Ebenfalls im Zuge des Neubaus des Kirchenschiffs wurde die alte hohe Kirchhofsmauer mit dem schönen hohen Eingangstor niedergerissen und durch eine neue, niedrigere Mauer ersetzt. Das alte Backhaus sowie das Spritzen- und Leiternhaus wurden ebenfalls abgerissen, und auf die freigewordene Stelle wurde ein Gefrierhaus gebaut. Zudem wurde 1975 ein Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege nahe der Kirche errichtet, welches bis heute dort steht. Schon bald empfand der Kirchenvorstand, dass in eine Kirche auch eine Kanzel gehöre, und so wurde eine restaurierte Kanzel angeschafft, welche das Stehpult ablöste und bis heute in der Kirche steht. Auch das Harmonium wurde auf Bestreben des Kirchenvorstandes durch eine Orgel ersetzt und ist heute noch in der Leidenhofener Kirche zu bewundern.

2007 wurde das Gefrierhaus wegen zu weniger Benutzer aufgegeben und durch die Kirchengemeinde gekauft. Daraus entstand ein Gemeinschaftshaus, welches für Konfirmandenunterricht, Kindergottesdienst, die Frauenhilfe und weitere Veranstaltungen genutzt wird.

Im September 2011 wurde das Kirchhoftor durch ein neues ersetzt und der Eingang zur Kirche wurde mit neuem Pflaster versehen.

Das Wandbild, das sich seit der Einweihung der neuen Kirche an der Turmwand befindet, wurde reparaturbedürftig und löste sich von der Wand. Im Frühjahr 2013 beschloss der Kirchenvorstand, es restaurieren zu lassen. Es wurde mit einem Kostenaufwand von 10000 Euro wieder in den ursprünglichen Zustand hergestellt. Am zweiten Pfingstfeiertag wurde das Wandbild bei einem Gottesdienst mit Pfarrerin Margret Ortmann und anschließender Feier bei Kaffee Kuchen neu eingeweiht. Die Bildbeschreibung, die Pfarrer Wendel 1967 bei der Einweihung der neuen Kirche zur Predig machte, ist auf der Rückseite des fotografierten Wandbildes nachzulesen.

2015 beschloss der Kirchenvorstand das Kriegerdenkmahl, das in der Mitte des Kirchhofs zwischen Kirchturm und Lutherhäuschen stand, zu entfernen und vor die Wand des Turmes zu setzen, um eine größere freie Fläche für kirchliche Veranstaltungen zu bekommen. lm September war es soweit. Mit Hilfe eines Autokranes der Firma Kress und eines Steinmetzen wurde das Denkmal abgebaut und vor der Kirchturmwand wieder aufgestellt, sodass eine große Freifläche entstand, die nun für kirchliche Veranstaltungen genutzt werden konnte. Am 27. September wurde die frei gewordene Fläche zum ersten Mal genutzt. Bei einem Kirchspielgottesdienst mit anschließender Ausstellung im Lutherhäuschen wurde mit Modellen und Bilder gezeigt, wie es Früher einmal war. In einem Zelt und Außen an Tischen und Bänken wurde mit Kaffee und Kuchen, später am Abend mit gegrillten Würstchen, ein gemütliches Beisammen sein gefeiert und der neue Platz eingeweiht.



 Die Glocken von Leidenhofen

Im Jahre 1867 hat die Gemeinde zwei neue Kirchenglocken gießen lassen

Während des ersten Weltkrieges wurde die große Glocke vom Turm heruntergeholt, um sie zu Waffen und Munition umzugießen.

1922 wurde wieder eine zweite Glocke gegossen.

Im zweiten Weltkrieg wurde erneut am 8. Juli 1942 die große Glocke vom Turm heruntergeholt und zu Kriegszwecken eingeschmolzen.

Am 25. August 1950 wurden wieder zwei neue Glocken gegossen und in den Turm gebracht. Die kleine Glocke die sich seit 1867 im Turm befindet, wurde in das neue Geläute mit einbezogen.

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